Der ECOVACS GOAT O800 RTK ist 2026 ein besonders interessanter Mähroboter für mittelgroße Gärten. Er arbeitet ohne Begrenzungsdraht, kombiniert RTK mit 3D-ToF-LiDAR und Kamera und ist für Flächen bis 800 Quadratmeter ausgelegt. Preislich liegt er deutlich unter vielen Premium-Modellen mit ähnlicher Navigation.
Ganz ohne Einschränkungen ist das Konzept allerdings nicht: CHIP lobt Hinderniserkennung, Ausstattung und Flächenabdeckung, kritisiert aber die automatische Kartierung bei Grundstücken mit schlecht erkennbaren Grenzen. Wer den O800 RTK kauft, bekommt deshalb viel Technik fürs Geld – sollte aber einen Garten haben, dessen Rasenflächen sauber definiert sind.
Hinweis: Dieser Artikel ist kein eigener Praxistest. Unsere Einschätzung basiert auf offiziellen Herstellerangaben, unabhängigen Tests und öffentlich verfügbaren Marktinformationen.

ECOVACS GOAT O800 RTK
- Für bis zu 800 m²
- RTK + 3D-ToF-LiDAR + Kamera
- Ohne Begrenzungskabel
- Bis 45 % Steigung
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ECOVACS GOAT O800 RTK im Überblick
- Empfohlene Fläche: bis 800 m²
- Navigation: LELS mit RTK, 3D-ToF-LiDAR und Kamera
- Begrenzungskabel: nicht erforderlich
- Navigationsbaken: nicht erforderlich
- Schnittbreite: 22 cm
- Schnitthöhe: 30 bis 80 mm, manuell einstellbar
- Maximale Steigung: 45 % / 24°
- Schmale Durchfahrten: laut Hersteller ab 0,7 m
- Akku: 4.000 mAh Lithium-Ionen
- Schutzart: IPX6
- Herstellerpreis: aktuell 649 Euro
Die technischen Angaben stammen von ECOVACS. Marktpreise können je nach Händler und Saison deutlich darunter liegen.
RTK, LiDAR und Kamera statt Begrenzungsdraht
Der O800 RTK nutzt eine Kombination aus satellitengestützter RTK-Positionierung, 3D-ToF-LiDAR und Kamera. ECOVACS nennt das LELS. Die Positionierungsgenauigkeit soll laut Hersteller bis zu zwei Zentimeter betragen. Das System kann nach Herstellerangaben Signale von bis zu 45 Satelliten verarbeiten.
Wichtig ist die Abgrenzung zu rein kamerabasierten oder LiDAR-basierten Modellen: Der O800 RTK benötigt zwar keinen Begrenzungsdraht und keine entlang des Gartens verteilten Navigationsbaken, arbeitet aber mit RTK-Technik und einem separaten Navigationssender. Für dessen Positionierung ist ein geeigneter Standort mit gutem Satellitenempfang wichtig.

Automatische Kartierung: bequem, aber nicht in jedem Garten perfekt
ECOVACS wirbt mit einer automatisierten Kartierung und einer kabellosen Einrichtung in etwa 15 Minuten. Der Roboter soll die Rasenfläche selbst erfassen und anschließend systematisch in U-förmigen Bahnen mähen.
Im CHIP-Test zeigte sich genau hier aber die wichtigste Schwäche. Bei Rasenflächen ohne klar erkennbare optische Begrenzung erfasste der Roboter die Grundstücksgrenze nicht immer zuverlässig. Im Test musste eine Sperrzone definiert werden, damit der Mäher einem Lichtschacht sicher auswich.
Das bedeutet nicht, dass die Kartierung grundsätzlich schlecht funktioniert. Für Gärten mit gut sichtbaren Übergängen zwischen Rasen, Beet, Pflaster und Mauern ist das System deutlich unkomplizierter. Bei offenen Übergängen sollte man die automatisch erzeugte Karte jedoch sorgfältig kontrollieren und bei Bedarf No-Go-Zonen setzen.

CHIP-Test: gute Technik, aber Schwächen bei der Kartierung
CHIP hatte den GOAT O800 RTK ursprünglich 2025 mit der Note 2,3 (gut) bewertet. Da CHIP seine Bestenliste dynamisch an neue Testgeräte anpasst, liegt die aktuelle Wertung im September 2026 bei 2,7 (befriedigend). Das sollte man bei älteren Testberichten berücksichtigen.
Positiv nennt CHIP insbesondere die Hinderniserkennung, die Kamera mit Livebild, die sehr gute Flächenabdeckung, die Steigfähigkeit und den leisen Betrieb. Kritisiert werden vor allem die automatische Flächenerkennung bei unklaren Grenzen sowie die im heutigen Vergleich nur durchschnittliche Mähleistung.
Der Test zeigt damit ein klares Profil: Der O800 RTK ist kein aktueller Testsieger, bietet aber für seinen inzwischen deutlich gefallenen Marktpreis ungewöhnlich viel Navigations- und Sicherheitstechnik.
AIVI 3D: starke Hinderniserkennung
Für Hindernisse setzt ECOVACS auf AIVI 3D, eine Kombination aus 3D-ToF-Sensorik und Kamera. Im CHIP-Test wurden auch kleinere Gegenstände wie Kuscheltiere zuverlässig erkannt und vorsichtig umfahren.
Gerade in Familiengärten ist das ein wichtiger Vorteil. Trotzdem gilt wie bei jedem Mähroboter: Kleine, flache Gegenstände oder Tiere können nie mit hundertprozentiger Sicherheit erkannt werden. Am sichersten ist der Betrieb tagsüber auf einer möglichst aufgeräumten Rasenfläche.
TruEdge und Kantenschnitt
ECOVACS bewirbt den O800 RTK mit TruEdge. Überfahrbare Rasenkanten kann der Mäher so weit überfahren, dass die Messer näher an den Rand gelangen. Bei Mauern, Zäunen oder erhöhten Beeten bleibt konstruktionsbedingt weiterhin ein Abstand.
Ein integrierter separater Trimmer ist nicht vorhanden. Wer absolut saubere Kanten entlang fester Begrenzungen möchte, muss daher je nach Gartengestaltung gelegentlich nacharbeiten.
Mähleistung, Steigung und schmale Passagen
Die Schnittbreite beträgt 22 Zentimeter, die Schnitthöhe lässt sich manuell zwischen 30 und 80 Millimetern einstellen. ECOVACS gibt eine maximale Steigung von 45 Prozent beziehungsweise 24 Grad an.
Mit nur rund 40 Zentimetern Gerätebreite ist der O800 vergleichsweise kompakt. Laut Hersteller kann er Durchfahrten ab etwa 70 Zentimetern bewältigen. Das macht ihn interessant für kleinere, verwinkelte Grundstücke, sofern die Navigation ausreichend Satellitenempfang hat.
CHIP maß im Betrieb etwa 57 dB und rund 107 Minuten Mähzeit pro Akkuladung. Damit gehört das Gerät zu den eher leisen Mährobotern.
Preis: vom 999-Euro-Modell zum interessanten Angebot
ECOVACS führt den GOAT O800 RTK aktuell für 649 Euro; die ursprüngliche Preispositionierung lag deutlich höher. Im Handel tauchte das Modell 2026 zeitweise bereits für unter 600 Euro auf. CHIP listete zum Recherchezeitpunkt sogar Angebote ab rund 479 Euro.
Genau das macht das Modell aus Affiliate-Sicht interessant: Käufer bekommen aktuelle RTK-, LiDAR- und Kameratechnik zu einem Preis, der inzwischen näher an klassischen Mittelklasse-Mährobotern liegt. Auch bei Amazon wird der O800 RTK angeboten; unser Button führt zur dort gelisteten Modell-ASIN.
Vorteile
- kein Begrenzungskabel erforderlich
- präzise RTK-/LiDAR-Kombination
- starke kamerabasierte Hinderniserkennung
- für bis zu 800 m²
- 45 % maximale Steigung laut Hersteller
- schmale Passagen ab etwa 70 cm
- leiser Betrieb
- aktueller Marktpreis deutlich unter ursprünglicher Positionierung
Nachteile
- RTK-Navigationssender muss sinnvoll positioniert werden
- automatische Kartierung bei unklaren Rasengrenzen nicht immer zuverlässig
- kein Allradantrieb
- kein separater Kantentrimmer
- aktuelle CHIP-Wertung nur 2,7
Für wen lohnt sich der GOAT O800 RTK?
Der ECOVACS eignet sich besonders für mittelgroße Gärten bis 800 Quadratmeter mit klar erkennbaren Grenzen. Wer einen kabellosen Mähroboter sucht, aber für LiDAR-Premiumgeräte deutlich über 1.000 Euro nicht ausgeben möchte, bekommt hier viel Technik fürs Geld.
Weniger geeignet ist er für Grundstücke mit sehr offenen, schlecht sichtbaren Übergängen oder problematischem Satellitenempfang. Dort kann ein stärker LiDAR-zentriertes System ohne RTK-Abhängigkeit die komfortablere Wahl sein.
Fazit: Viel Technik für inzwischen überraschend wenig Geld
Der ECOVACS GOAT O800 RTK ist 2026 vor allem wegen seines Preisverfalls interessant. Für rund 500 bis 650 Euro kombiniert er RTK, LiDAR, Kamera, automatische Kartierung und gute Hinderniserkennung – ein Technikpaket, das vor wenigen Jahren deutlich teurer gewesen wäre.
Die Schwächen bei der automatischen Grenzerkennung sollte man ernst nehmen. In einem gut abgegrenzten Garten bis 800 Quadratmeter ist der O800 RTK aber ein attraktives Preis-Leistungs-Modell und damit ein sinnvoller Kandidat für Käufer, die auf Amazon nach einem kabellosen Mähroboter suchen.

ECOVACS GOAT O800 RTK
- Für bis zu 800 m²
- RTK + 3D-ToF-LiDAR + Kamera
- Ohne Begrenzungskabel
- Bis 45 % Steigung
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